Das richtige Mikrofon für Deine Anwendung – heute: Gitarren- bzw. Bass-Amp

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Vor einer Weile haben wir Euch hier im Blog ja schon mal ein paar Tipps gegeben, die Ihr bei der Wahl eines passenden Mikrofons für Vocals beachten solltet. Wie versprochen, wollen wir nun munter weitermachen und haben uns für heute die Abnahme des Gitarren- bzw. Bass-Verstärkers vorgenommen.

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Richtcharakteristik

Bei der Abnahme von Amps sind Rückkopplungen meistens kein Thema, sodass sich hier die Niere am besten eignet. Die Niere beinflusst den natürlichen Sound von allen gerichteten Richtcharakterisitken am wenigsten und liefert damit den optimalen Sound.

Frequenzgang

Ein konturierter Frequenzgang fügt dem Sound Eures Amps die benötigte Präsenz und Brillanz hinzu. Daher muss man sich Gedanken machen, welchen Frequenzbereich man eigentlich übertragen möchte. Bei einem Gitarrenverstärker kann man von einem ähnlichen Frequenzgang wie bei einer Gesangsstimme ausgehen, bei einem Bassverstärker hingegen ist der Frequenzgang mehr dem der Bassdrum ähnlich; es muss also Präsenz in den tiefen Bässen aber auch in den Höhen vorhanden sein. Bei der Auswahl spielt auch der persönliche Geschmack wieder eine große Rolle. Die einen möchten mehr Biss, den anderen darf der Sound nicht zu schrill sein und bei manchen muss es einfach nur wummern. Ausprobieren ist hier die einzig wahre Methode bei der Auswahl des persönlichen Mikrofons für die Abnahme eines Verstärkers.

Wandlertyp

Beim Gitarrenverstärker haben sich dynamische Mikros, allen voran das SM57, als Standard etabliert. Das SM57 ist (bei normalem Schalldruckpegel…) unanfällig gegenüber Übersteuerungen. Egal, in welcher Distanz zum Verstärker Ihr das Mic platziert oder wie laut Ihr den Verstärker aufdreht, es zerrt nicht, selbst, wenn es mal richtig zur Sache geht. Es gibt allerdings auch andere Optionen: Beim Einsatz eines Kondensatormikrofons muss man stark darauf achten, welchen maximalen Pegel man vom Verstärker bekommt, um das Mikrofon nicht mit zu viel Pegel zu überfahren. Gleichzeitig kann man aber auch die Vorzüge eines Kondensers ausnutzen und damit arbeiten. Bei Aufnahmen im Studio oder auch zu Hause ist das KSM44A als Mikrofon mit dem geringsten Eigenrauschen unschlagbar und beim Nachbearbeiten kann man leise Passagen einfach hervorholen, ohne einen dicken Rauschteppich mit anzuheben.

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Tipps

Immer und überall sieht man das SM57 vor allen möglichen Gitarren- oder Bass-Verstärkern, aber wusstet Ihr, dass der Frequenzgang eines Gitarren-Amps dem der menschlichen Stimme sehr nahe kommt? Das ist auch der Grund, warum viele Sänger und Sprecher ebenfalls auf das SM57 zurückgreifen. Tatsächlich sitzt im Inneren des SM57 die gleiche Kapsel wie in unserem Dauerbrenner für Vocals, dem SM58. Das SM58 weist lediglich einen anderen Korb auf, der ihm einen geringfügig anderen Frequenzgang verleiht und die Mikrofonkapsel stärker von Pop-Geräuschen isoliert.

Das ideale Mikrofon für Euren Bassverstärker

Bei einem Bassverstärker findet man üblicherweise die typischen Bassdrum Mikrofone wie z.B. das Beta 52A. Druckvolle Bässe, knackig in den Low-Mids und trotzdem präsent in den unteren Höhen und endlos Headroom, was den maximalen Schalldruck angeht; das macht dieses Mikrofon zum Allrounder für bassige Instrumente.

Shure Beta 52

Shure Beta 52

Verstäkerabnahme mit DI-Box

Der Vollständigkeit halber sei hier aber noch erwähnt, dass Verstärker, gerade Bassverstärker, in der Praxis sehr häufig nicht (nur) mit Mikrofonen, sondern auch mit DI Boxen und deren Variationen abgenommen werden. Viele Verstärker, egal ob für die E-Gitarre oder den Bass, verfügen über einen DI-Out und können so direkt ins Mischpult eingesteckt werden.

Für den Gitarren-Amp gibt es zudem diverse Boxen zur Verstärkersimulation, durch die man das Gitarrensignal direkt oder aus dem Pedal-Board routen kann, um dann mittels einer aktiven DI-Box ins Mischpult zu gelangen. Beim Einsatz von Guitar Stacks hat man sogar noch die Möglichkeit, den Sound des Verstärkers, der maßgeblich für die Bildung des Gesamtsounds verantwortlich ist, mitzunehmen. Hier kann z.B. die Radial JDX oder der Radial Headload zwischen den Amp und die Box  gesteckt und dann das Amp-Signal über den XLR Ausgang der Radial Kiste direkt ins Mischpult übertragen werden.

Bei Bassverstärkern ist das Ganze noch einfacher, hier ist fast immer ein DI Ausgang im Verstärker eingebaut; die Qualität dieser Ausgänge variiert jedoch gewaltig und demnach werden auch hier oft separate, meist passive DI Boxen eingesetzt.

Produktempfehlungen (preiswert bis premium):

Bass-Amp:

PGA52, SM57, SM7B, Beta 52A, Beta 27, KSM44A, KSM313, SB-2, ProDI, JDI

Gitarren-Amp:

PGA57, PGA181, SM57, SM7B, Beta 27, Beta 56A, Beta 57A, Beta181/c, KSM44A, KSM313, SB-1, PRO48, J48, JDX, Headload

Ein Kommentar zu “Das richtige Mikrofon für Deine Anwendung – heute: Gitarren- bzw. Bass-Amp

  1. Pingback: Das richtige Mikrofon für Deine Anwendung – heute: Akustikgitarre | Shure Blog

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