Acht gute Gründe, warum In-Ear Monitoring Eure Bühnen-Performance verbessert

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In-Ear Monitoring bietet Features, die zu einer besseren Bühnenperformance führen

Wann war das letzte Mal, dass Ihr einen perfekten Auftritt unter der Verwendung von Bühnenmonitoren hingelegt habt? Ihr konntet Euch klar und deutlich hören, es gab keine Rückkopplungen, einen schönen Lautstärkepegel und Euer Monitor-Mann hat sofort auf all Eure Bitten reagiert? Wenn Ihr Euch an solch einen Auftritt nicht erinnern könnt, seid Ihr damit vermutlich nicht alleine. Jeder, der schon einmal live auf der Bühne performt hat, hat sich wahrscheinlich schon mit einem mittelmäßigen Monitorsystem rumgeschlagen, aber selbst die richtig hochwertigen haben ihre Schwächen, die in den Gesetzen der Physik begründet liegen.

Und genau deswegen entstand das Konzept des In-Ear Monitorings – aus dem Wunsch heraus, ein Hörerlebnis on-stage zu schaffen, das die Schwächen herkömmlicher Wedges umgeht. In-Ear Monitoring bietet einige tolle Features, die, als Einheit betrachtet, zu einem wirklich großartigen Klangergebnis und einer besseren Bühnenperformance führen. Hier kommen acht Punkte, die ganz klar für IEM sprechen:

1. Angenehmer Pegel ohne Lautstärke-Battles

Welcher Monitor-Ingenieur kennt nicht die obligatorische Frage: “Kannst Du mich lauter machen?” Allerdings ist das nicht immer ganz so einfach. Bei der Verwendung von typischen Bühnenmonitoren gibt es einige Faktoren, die darüber entscheiden, wie laut ein Signal gefahren werden kann: die Größe der Verstärker, die Nennbelastbarkeit der Lautsprecher, und, am wichtigsten, das „Gain before Feedback„. Noch eine Sache, die es erschweren kann, sich selbst zu hören, ist der allgemeine Lärmpegel auf der Bühne. Sänger hören sich nur durch Bühnenmonitore – im Gegensatz zu Gitarristen oder Bassisten deren Instrumente auf der Bühne schon verstärkt werden. Und Schlagzeuger sind von Natur aus lauter, auch ohne Verstärkung.

Ein In-Ear Monitoring System ermöglicht tatsächlich einen Klang in Studioqualität – selbst auf den lautesten Bühnen

Daher liefern sich manche Musiker regelrechte Lautstärke-Battles, um sich irgendwie selbst zu hören. Die Klarheit der Vocals gerät dabei gerne mal unter die Räder, je mehr Instrumente im Monitormix hinzukommen. Keyboards, Akustikgitarren und andere Instrumente, die auf Monitore angewiesen sind, kämpfen dann mit den Vocals um Berücksichtigung. Ein In-Ear Monitoring System, das den User von heftiger Bühnenlautstärke und mittelmäßiger Raumakustik abschirmt, ermöglicht tatsächlich einen Klang in Studioqualität – selbst auf den lautesten Bühnen. Zudem kann der Monitormix auch dem jeweiligen, persönlichen Geschmack angepasst werden.

» Shure In-Ear Monitoring Systeme im Überblick «

2. Gehörschutz

Wenn Ihr Euch längere Zeit hohen Schalldruckpegeln aussetzt, kann das ganz schnell zu ernsthaften Problemen mit Eurem Gehör führen. Viele Künstler verwenden z. B. Ohropax, um ihr Gehör zu schützen, aber selbst die besten Stöpsel können eine Änderung des Frequenzgangs bewirken. In-Ear Monitoring hingegen bietet einen Gehörschutz ähnlich wie Ohropax, aber mit dem Vorteil, dass sich dabei winzig kleine Mikrolautsprecher in den Stöpseln befinden. Damit ist die Monitoring-Lautstärke ganz in der Verantwortung des Künstlers. Ist es zu laut, gibt es jetzt keine Entschuldigung, die Lautstärke nicht auf ein angenehmes Level herunterzufahren. Generell raten wir dazu, zusätzlich noch einen Limiter zu verwenden, damit ist Euer Gehör noch besser geschützt.

3. Schonung Eurer Stimme

Neben der eben genannten Sache mit der Lautstärke, schon die Möglichkeit, sich selbst besser zu hören, logischerweise auch die Stimme. Viele Sänger verausgaben sich über die Maßen bei dem Versuch, gegen den allgemeinen Pegel auf der Bühne anzusingen und sich über den Monitor zu hören. Dass das nicht besonders gesund sein kann, dürfte klar sein. Jeder, der seinen Lebensunterhalt mit seiner Stimme verdient, weiß, was der Verlust ebendieser bedeutet. Von daher solltet Ihr nichts unversucht lassen, Eure Stimme zu schützen und In-Ear Monitoring ist da wohl die effektivste Maßnahme.

4. Stereo Monitoring

Ein weiterer Vorteil von IEM ist das Hören in Stereo. Das mag zwar vielleicht nicht immer und überall passen, vor allem, wenn nur eine bestimmte Anzahl an Mixes verfügbar ist, trotzdem liefert ein Monitormix in Stereo ein ziemlich realistisches Klangbild. Immerhin verbringen wir unser komplettes Leben in Stereo; logisch, dass ein Stereo Monitor-Mix den Eindruck eines natürlichen Klangbilds verstärkt. Darüber hinaus erlaubt das Monitoring in Stereo auch einen geringeren Lautstärke-Pegel.

5. Keine Interferenzen mit dem Publikums-Mix

Die Vorteile von In-Ear Monitoring beschränken sich aber nicht nur auf die Künstler auf der Bühne. Ein nicht so schöner Nebeneffekt von Bühnenmonitoren ist, dass Sound von der Bühne in das Publikum abstrahlt. Vor allem die tiefen Töne werden von den Lautsprechern dabei in alle Richtungen abgestrahlt. Das bedeutet für den FOH-Mann eine zusätzliche Herausforderung, der dem Publikum schließlich einen schönen, möglichst unverfälschten Mix liefern möchte. Die tiefen Frequenzen, die aus den Monitoren wabern, verwaschen den Mix und beeinträchtigen die Verständlichkeit der Vocals, was besonders in kleineren Locations zum Problem wird. Wenn Ihr die Wedges los seid, ist dieses Problem Geschichte.

6. Portables Design

Eine portable Bauweise ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Vor allem Bands, die viel unterwegs sind, dürften diesen Punkt als wichtig erachten. Sagen wir, ein durchschnittliches Bühnenmonitor-System besteht aus 3-4 Wedges zu je 20 kg. Dann noch ein paar Verstärker, jeder zu 25 kg – da kommt ordentlich was zusammen. Hingegen passt das In-Ear Monitoring System in jede Tasche. Und dann wäre da noch das Bühnenbild. Ohne die klobigen Bühnenmonitore und das ganze Kabel-Wirrwarr sieht die Bühne einfach viel ordentlicher aus. Das ist gerade für viele Bands wichtig, die z. B. auf Hochzeiten, in Kirchen oder bei anderen gesellschaftlichen Ereignissen auftreten. Da ist ein professioneller Auftritt fast genauso unerlässlich wie guter Sound.

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7. Bewegungsfreiheit on-stage

Bühnenmonitore erzeugen einen Sweet Spot; also einen bestimmten Punkt auf der Bühne, wo alles ziemlich gut klingt. Wenn Ihr aber nur einen Schritt nach links oder rechts macht, ist das plötzlich nicht mehr der Fall. Das liegt in der gerichteten Natur der Lautsprecher, besonders bei den hohen Frequenzen. Wenn Ihr IEM nutzt, ist das ungefähr so, als wenn Ihr Kopfhörer verwendet – der Klang ist da, wo ihr seid. Und diesen Effekt habt Ihr genauso in jeder Location. Da professionelle Ohrhörer Umgebungsgeräusche wirkungsvoll ausblenden, bleibt nur guter Sound.

8. Persönliche Kontrolle Eures Mixes

Ein großer Vorteil von IEM besteht natürlich darin, dass Ihr Euren Mix direkt und höchstpersönlich kontrollieren könnt. Ihr seid zwar noch immer auf einen Soundingenieur angewiesen, der das Finetuning übernimmt, aber dank IEM könnt Ihr viele Anpassungen selbst vornehmen. Dazu zählen z. B. die Lautstärke oder die Wahl zwischen verschiedener Mixe. Soll nun der komplette Mix lauter werden, könnt Ihr die Lautstärke direkt am Bodypack regeln, ohne versuchen zu müssen, irgendwie und wild gestikulierend mit Eurem Monitor-Mann in Kontakt zu treten. Dann gibt es bei einigen Shure In-Ear Systemen den so genannten MixMode®.

Der Shure MixMode® gibt dem Künstler die volle Kontrolle über seinen Mix.

Hierbei kombiniert der Taschenempfänger den linken und rechten Audiokanal eines Stereosystems und leitet das kombinierte Signal zu beiden Seiten des Ohrhörers. Die Eingänge sollten dabei als „Mix 1“ und „Mix 2“ behandelt werden anstatt als links und rechts. Der Balanceregler am Empfänger dient als Mix Control und erlaubt es Euch, zwischen zwei Mixen zu wählen oder eine Kombi aus beiden zu hören. Dabei kann die Lautstärke von beiden Mixen kontrolliert werden. So kann sowohl „Mix 1“ als auch „Mix 2“ lauter gestellt werden – so dass das Ergebnis auf beiden Seiten gleich laut klingt. Da nun die Kontrolle des Monitormixes in den Händen des Künstlers liegt, kann sich der Toningenieur besser darauf konzentrieren, den Sound für das Publikum bestmöglich auszupegeln. Mit herkömmlichen Wedges war er früher gerne auch mal länger mit dem Sound für die Band beschäftigt.

Günstigere Systeme, die nur über einen Mono-Modus verfügen, bieten eine ähnliche Kontrollmöglichkeit. Sie stellen mehrere Eingänge am Sender bereit, von denen jeder über eine separate Lautstärkekontrolle verfügt. Konsequenterweise sollte sich der Sender immer in der Nähe des Musikers befinden, damit dieser etwaige Änderungswünsche schnell umsetzen kann.

Hier könnt Ihr sehen, wie das genau funktioniert, so mit Mono, Stereo und MixMode®:

Fazit:

In-Ear Monitoring ist eine gute Sache, die jede Menge Vorteile bietet. Und wenn Ihr Euch jetzt einen Überblick über die diversen Shure IEM Systeme verschaffen wollt, findet Ihr hier den großen Shure PSM Rundumschlag: http://www.shure.de/produkte/in_ear_monitoring

Die In-Ear Monitoring Grundlagen haben wir in folgendem Video zusammengefasst:

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