BNetzA öffnet Frequenzbereich 470 – 710 MHz

benetza shure frequenzen

Die Bundesnetzagentur bestätigte heute, dass  der Frequenzbereich 470 – 710 MHz ab sofort für alle professionellen Nutzer geöffnet wird. 

Nach der vvnöml vom März 2010 war der Frequenzbereich 470 – 710 MHz für feste Installationen bzw. für Programmproduzenten vorbehalten. Professionelle Musiker bzw. PA Rentals bekamen lediglich Frequenzen im den „Touring-Bereich“ von 710 – 790 MHz zugeteilt.

Neu ist ebenfalls, dass nun Frequenzbereiche – und nicht mehr Einzelfrequenzen wie bisher – zugeteilt werden. Bisher bestehende Einzelzuteilungen können bei Bedarf in eine Bereichszuteilung umändert werden. Der Kostenpunkt liegt hier bei 60 €. Ansonsten bleiben die Kosten wie bisher bestehen.

Im Hinblick auf die eventuell anstehende Digitale Dividende 2 ist dies ein Schritt der die Nutzung von Funkmikrofonen erheblich erleichtert. Auf der anderen Seite wird nun eine Frequenzkoordination vor Ort immer wichtiger.

2 Kommentare zu “BNetzA öffnet Frequenzbereich 470 – 710 MHz

  1. Hallo,

    Frage 1:
    und wo bekommen nicht-professionelle (Amateur/Hobby) Musiker zukünftig Frequenzen
    für Drahtlos-Anlagen her? LTE Mittenlücke ist ja keine Option – störanfällig, zu wenig
    parallel nutzbare Frequenzen. Handfunken, Gitarrensender, IEMs… da kommen schnell 10 Strecken zusammen (ja, auch bei Hobbyisten)…

    Frage 2: auf welches Frequenzband sollte man sich für Handfunken,
    Instrumentensender und IEM-Strecken für den mobilen, geographisch nicht
    eingrenzbaren Einsatz ausrichten? Eher höhere (z.B. 614-710 MHz) oder
    niedrigere Frequenzen? In welchem Bereich kommt man tendentiell weniger
    mit vom PA-Verleiher gestellten Systemen ins Gehege?

    Frage 3: welche Frequenzband-Umbauoptionen zu welchen Preisen bietet Shure
    derzeit und zukünftig (Digitale Dividende 2 läßt grüßen) für PSM 900 Systeme an?

    Frage 4: wann gibts die ersten Systeme die 470-710MHz voll durchstimmbar sind?

    Ein (aktuell gehaltener) Artikel aus Perspektive von Amateur/Hobby-Musikern
    wäre toll. Aktuell besteht absolute Unsicherheit, was man sich als solcher noch
    kaufen kann was nicht alsbald wieder aufn Müll wandern darf, aber den Betrieb
    vieler Strecken parallel zuläßt und außerhalb der Allgemeinzulassungs-Wildwestbänder
    liegt.

    Besten Dank!

    Gruß,
    Daniel

    • Hallo Daniel, ich versuche mal in dem engen Raum eines Kommentars deine zahlreichen Fragen zu beantworten.

      Antwort 1: nicht professionelle Musiker können lediglich in anmeldefreien Bereichen funken. Das wäre die LTE Mittenlücken (bei 823 – 832 MHz und bei 1,8 GHz), das harmonisierte EU Band (863 – 865 MHz) und das WLAN Band bei 2,4 GHz. Mit den QLXD Systemen können wir beispielsweise im Bereich 823 – 832 MHz und 863 – 865 MHz 28 kompatible Kanäle an den Start bringen. Mit den sehr kostengünstigen BLX Komponenten sind es immerhin bis zu 11 Kanäle.

      Antwort 2: Neuanschaffungen für (semi-)professionellen Musiker macht derzeit lediglich im Bereich 470 – 694 MHz Sinn. Wo nun genau ist für den tourenden Einsatz komplett egal. Man muss jedoch vor Ort immer aktive DVB-T Sender beachten und deshalb die Scan-Funktionen der Empfänger nutzen. Je breitbandiger das Funksystem ist, desto größer ist natürlich die Flexibilität. Die QLXD Serie hat in diesem Frequenzbereich jeweils 64 MHz Bandbreite – also 8 TV Kanäle. Und innerhalb eines TV Kanals bekommen wir 22 kompatible Kanäle unter. Das dürfte für die meisten Setups komplett ausreichen.

      Antwort 3: Welche Systeme umgebaut werden können, und wie hoch die Kosten sind beantwortet dieses pdf. Über andere Optionen bzw. Preise unterhalten wir uns, wenn es Fakten über die Digitale Dividende 2 gibt.

      Antwort 4: Die Frage ist, ob es solche Systeme überhaupt irgendwann gibt. Denn je breitbandiger ein Funksystem arbeitet desto mehr Intermodulationen müssen berücksichtigt werden – und damit verringert sich die Anzahl der erzielbaren Kanäle. Also ist die Bandbreite immer ein Kompromiss mit der Kanalanzahl. Nochmals: mit QLXD bekommen wir 22 Kanäle in 8 MHz unter – und in einem Frequenzband von 64 MHz sind es etwa 150. Da kann dann schon der ein oder andere TV Kanal durch DVB-T belegt sein und es werden immer noch genügend freie Kanäle gefunden.

      Wir versuchen auf unserer webseite http://www.shure.de/frequenzen immer die aktuellen Infos parat zu haben. Ebenso sprechen wir in diesem Blog immer die Neuigkeiten an – und – wir werden in kürze sowohl ein neues Video mit den Fakten veröffentlichen, wie auch unseren „Frequenz Guide“ updaten.
      Individuellere Beratungen machen wir gerne per Telefon (07262-9249107) oder eMail: support@shure.de.

      Besten Gruß
      Jürgen

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