Gesangsmikrofone im Praxistest

Bonedo_bewertung_SM58Auf bonedo.de wurden letzten Dezember diverse Gesangsmikrofone einem Praxistest unterzogen. Ins Rennen wurden Mikrofone von Sennheiser, Beyerdynamic, AKG, t-bone, Audix und natürlich auch von Shure geschickt. Somit standen insgesamt neun Mikrofone in den Startlöchern; von uns waren es das SM58, das Beta 58A und zu guter Letzt das KSM9. Neben dem direkten Vergleich werden wichtige Tipps bei der Mikrofonwahl gegeben und technische Begriffe wie beispielsweise die verschiedenen Richtcharakteristiken erklärt. Es lohnt sich auf jeden Fall, den Test zu lesen.

Zum Praxistest: Es waren gleich vier Tester vor Ort, um unterschiedliche Musikrichtungen und Stimmlagen abbilden zu können. Dabei waren Buket Koçatas, Alex Diogo, Ulita Knaus und Catharina Boutari. (Im Test auf bonedo erfahrt Ihr mehr über die Probanden und könnt Euch dort natürlich auch Hörbeispiele der Sänger mit den verschiedenen Mikrofonen anhören.) Außerdem waren Studiobesitzer Jan Rubach und Redakteur Felix Klostermann beim Vergleichstest dabei. Die Mikrofone waren alle gleichzeitig verkabelt, um so den direkten Vergleich zu bekommen und die Mikrofone schnell wechseln zu können. Zuerst wurden die Mikrofone unabhängig voneinander geprüft und im Anschluss wurden die Ergebnisse in der Gruppe diskutiert. Bei der abschließenden Bewertung ging es den Testern dann nicht um technische Daten, sondern um das „Singgefühl“. Als wir dann die Rangfolge gesehen haben, haben wir uns selbstverständlich riesig gefreut. Warum, könnt Ihr anhand folgender Tabelle wahrscheinlich ganz gut nachvollziehen:

Rangfolge_bonedo_praxistest Das Shure SM58 ging mit 5 von 5 Punkten als Sieger vom Platz, dicht gefolgt vom Beta 58A auf dem zweiten Platz, ebenfalls mit 5 von 5 Punkten. Zwar ganz unten auf der Liste, aber mit der zweitbesten Punktebewertung (4,5 von 5 Punkten), findet Ihr unser KSM9. Das KSM9 war das einzige Kondensator-Mikrofon im Test und ist daher nicht direkt mit den anderen dynamischen Mikrofonen zu vergleichen. Trotzdem freuen wir uns natürlich über die tolle Bewertung. Und da unsere Mikrofone so gut abgeschnitten haben, hat die Autorin Catharina der Marke Shure gleich einen ganzen Absatz gewidmet. Diesen Punkt wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten:

Das Thema Shure

„Auf meine Eingangsfrage an die Gesprächsrunde, welches Mikro wir alle benutzen, kam als Antwort viermal die Marke Shure. Ulita und Alex haben das klassische SM58, Buket und ich das Beta 58. Dieses Ergebnis hat mich erstaunt. Ehrlich gesagt hatte ich mir, ganz naiv, bis zu diesem Zeitpunkt, nie Gedanken darüber gemacht. Gerade bei Ulita als Jazzsängerin hätte ich Stein und Bein darauf geschworen, dass sie ein Kondensatormikrofon benutzt, um alle Feinheiten ihrer Stimme transportiert zu bekommen.

Neugierig geworden habe ich mit noch mehr SängerInnen gesprochen. Und kam zum gleichen Ergebnis. Egal aus welcher Musikrichtung sie kamen, und egal ob noch ein zweites Mikro benutzt wurde: Ein Shure SM58 war immer dabei. Und alle wissen, dass es theoretisch bessere und modernere Mikrofone gibt. Aber anscheinend ist das egal: Bei keinem anderen Mikro scheint die gelungene Schnittmenge aus Handhabung, Unempfindlichkeit im Umgang, Robustheit, Feedbackresistenz, Klang und Preis so hoch zu sein. Die SängerInnen betonten mir gegenüber immer wieder, wie wichtig es für sie in der Livesituation ist, nicht immer auf das Mikro Acht geben zu müssen, und wie gut das SM58 und das Beta 58 genau diese Vorgabe erfüllen.

Und auch im ’world wide net’ spiegelt sich das gleiche Bild in den Foren und Testberichten wieder: Es muss also irgendetwas dran sein – oder es ist ein Fall von Massenhypnose. Bitte lasst Euch nicht zu sehr davon beeindrucken: Zieht los, probiert aus, und habt Spaß auf der Entdeckungsreise zu Eurem eigenen perfekten Mikrofon!“

In diesem Sinne:

hypnoseSHURE ist SUPER, SHURE ist SUPER, SHURE ist SUPER…🙂

2 Kommentare zu “Gesangsmikrofone im Praxistest

  1. Ich singe Jazz und habe mir dafür ein KSM9 als auch sehr teures Mikrofon von Sennheiser gekauft.
    Mein Wunsch war es, das ich so übertragen werde wie ich mich selbst höre. Da ich sehr dynamisch singe ist der Anspruch an ein Mikrofon sehr hoch.
    Vom KSM9 bin ich mehr als begeistert, da es die Stimme (gerade Frauenstimmen im Jazz) tatsächlich unverfälscht 1 zu 1 überträgt. Die Stimmklangfarbe wird nicht verändert. Beim Sennheiser klingt man etwas dumpfer, was ich über den Mixer ausgleiche.
    Allerdings ist das Sennheiser etwas gewöhnungsbedürftig (im positiven Sinn), da es zum sehr! genauen Singen erzieht. Dieses Mikrofon verzeit keine Fehler. Es ist also nichts um ohne zu „üben“ auf die Bühne zu gehen. Ich finde das Gewicht bei beiden Mikrofonen sehr angenehm.Sie liegen beide sehr gut ausbalanciert in der Hand (ich bin keine Stativsängerin🙂 ) .Allerdings finde ich beim KSM9 einen Punkt wirklich verbesserungswürdig. Die Membran (die ja laut Hersteller trocken bleiben soll) ist nach dem Singen von der Atemluft tropfnass.
    Ansonsten kann ich nur jeder Jazzsängerin die auf top Übertragung Wert legt sagen: Unbedingt einmal ansingen und ausprobieren.

    • Danke Heike für deinen Kommentar. Das mit der nassen Membran höre ich zum ersten mal … werde ich mal im Auge behalten. Es grüßt Jürgen

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