Die Shure Unidyne Story – Teil 2

Shure 55HS Mikrofon

Unidyne story 2_Mic bilderLetzte Woche haben wir Euch die Entstehungsgeschichte des ersten unidirektionalen dynamischen Mikrofons – dem Shure Unidyne – vorgestellt. Wie es mit dem Mikrofon weiter ging, erfahrt Ihr im zweiten Teil der Unidyne Story:

Die Theorien von Bauer bewahrheiteten sich, die Unidyne Kapsel war berechenbarer und leichter zu handhaben als seine Vorgänger. Es bot eine unglaublich neue Möglichkeit für die Kontrolle der Rückkopplung und Reduzierung der Aufnahme von Umgebungsgeräuschen. Außerdem war das Mikrofon im Vergleich zu anderen, ähnlichen Mikrofonen viel kleiner. Das Unidyne war seinerzeit das Mikrofon mit der besten Klangqualität und setzte einen neuen Standard für qualitativ hochwertige Aufnahmen, kombiniert mit der Minimierung ungewollter Nebengeräusche. In der Zeit von 1939 bis 1946 blieb das Unidyne weitgehend unverändert. Erst 1951 kam das neue „kleine Unidyne“ Mikrofon (mit der Unidyne II Kapsel), mit verbesserten Eigenschaften, welche das ursprüngliche und erste Unidyne erfolgreich gemacht hatten, auf den Markt. Wie der Name schon sagt, ist das „kleine Unidyne“ leichter und kompakter als das Original. Die Unidyne III Mikrofonkapsel kam im Jahr 1960 mit dem Mikrofon 545 auf den Markt. Shure Ingenieur Ernie Seeler war verantwortlich für die (Weiter-) Entwicklung der Unidyne-Technologie und der Entwicklung von Unidyne III.

Das Design brachte wesentliche Veränderungen in der Unidyne-Plattform mit sich. Es wurde ein höchst durchdachter Erschütterungsabsorber entwickelt, der hinsichtlich der Reduzierung von Griffgeräuschen, der Beste seiner Klasse am Markt war. Bei Erschütterungen pumpt ein Kolben Luft in eine Kammer hinter der Membran. Der Luftdruck auf die Membran wirkt der eigentlichen Membranbewegung durch die Vibration entgegen. Das Ergebnis: maximale Isolation von sämtlichen mechanischen Vibrationen. Eigentlich ist dieser luftgefederte Erschütterungsabsorber eine einfache Konstruktion, aber die Entwicklung erforderte einen solch enormen Aufwand, dass es anderen Mikrofonherstellern nie wirklich möglich war etwas Ähnliches nachzubilden. Hunderte Seiten, gefüllt mit Formeln höherer Mathematik, haben jeden Aspekt der Kapsel berechnet; von der Membranresonanz, über das Kapselgewicht, bis hin zu Widerstandsfähigkeit, Nachgiebigkeit, Luftkompressionen, Geometrie und Weglänge der Schallwellen im Inneren der Mikrofonkapsel. Alle diese Eigenschaften stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander und beeinflussen in ihrer Gesamtheit nicht nur den Übertragungsbereich und die Richtcharakteristik der Mikrofone, sondern auch die Performance des Erschütterungsabsorbers.

Unidyne story 2_sm571965 bildete die Unidyne III Kapsel und das schlanke Design des 545 die Grundlage für das SM57 Mikrofon, das erste Produkt der legendären SM-Reihe. Seeler‘s Erschütterungsabsorber im Unidyne III Design eröffnete durch den handlichen Gebrauch dynamischer Mikrofone überragende Möglichkeiten für eine neue Generation der Musik und des Gesangs. Bis heute bleibt ihre Performance unübertroffen.

Hier alle Shure Mikrofon-Serien im Überblick:

PG-Serie, SM-Serie, Beta-Serie, KSM-Serie, Classic-Serie

Ein Kommentar zu “Die Shure Unidyne Story – Teil 2

  1. Pingback: SM57 oder SM58? Wo ist da eigentlich der Unterschied? | Shure Blog

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