Die Shure Unidyne Story – Teil 1

Shure 55HS Mikrofon

Goodbye FeedbackBeim Shure Unidyne Mikrofon handelt es sich zweifellos um eine Ikone der Musikgeschichte. Aber wie kam es überhaupt zu dieser Ikone? Es begann alles im Jahr 1937 mit der Idee von Shure Ingenieur Ben Bauer, das erste Unidyne Mikrofon zu entwickeln. Als Treiber der Idee entwickelte er ein Konzept, durch das die Herstellung eines unidirektionalen Mikrofons mit einem einzigen dynamischen Element (Membran) möglich werden sollte. Vor der Unidyne Technologie, wurde für die Herstellung von direktionalen Mikrofonen auf die Verwendung einer Kugelcharakteristik in Kombination mit einer bidirektionalen Richtcharakteristik (Acht) in einem Gehäuse, gesetzt. Mit dem zusammenmischen der Ausgangssignale beider Kapseln im Verhältnis 1:1, war das Ergebnis ähnlich einer Nierencharakteristik. Die ersten Zwei-Membran-Mikrofone hatten viele Nachteile. Zum einen waren sie sehr groß und unhandlich, zum anderen war die Performance mangelhaft. Da die omnidirektionalen und die bidirektionalen Mikrofonkapseln nicht denselben Übertragungsbereich aufwiesen und an unterschiedlichen Stellen im Gehäuse angebracht wurden, war es schwierig den daraus resultierenden kombinierten Übertragungsbereich mit der inkonsistenten Richtcharakteristik zu kontrollieren.

Das Konzept der Zwei-Membraner war alles andere als perfekt, aber eben auch besser als gar nichts im Kampf gegen die unerwünschten Rückkopplungen oder Nebengeräusche. Ben Bauer erkannte, dass der beste Weg, um diese Nachteile zu beseitigen, die Verwendung von nur einer Mikrofonkapsel war. Er begann mit der Untersuchung der anwendbaren Physik. Er wusste, wenn nur eine Membran im vorderen Bereich der Kapsel angebracht werden würde, so wäre das Ergebnis eine omnidirektionale Richtcharakteristik (Kugel). Im Gegensatz dazu, nimmt ein bidirektionales Mikrofon den Klang von zwei Seiten – Vorder- und Rückseite – auf. Bauer schlussfolgerte daraus, dass er, wenn er es schaffen würde die Rückseite des Mikrofonelements abzublocken, theoretisch eine Richtcharakteristik erzeugen könnte, die zwischen omnidirektional und bidirektional liegen würde, was dann einer Herzform oder auch Nierenform entspricht. So machte er sich daran, diese hypothetische Kapsel zu erstellen und entwickelte dabei das, was Shure später als „Unidyne“ bezeichnete.

unidyneNach Abschluss der Entwicklungsarbeiten, war Bauer`s Unidyne Konzept so konstruiert, dass das Mikrofon mehrere Öffnungen auf der Vorderseite und an den Seiten zeigte und somit die Aufnahme von Schallwellen auf beiden Seiten der Membran ermöglichte. Die Schallwellen, welche die Membran von Innen (über die Seitenöffnungen) erreichen, haben einen längeren Weg zurückzulegen, was zu einer (zeitlichen) Verzögerung vom Schalleingang über die Seiten und dem Schalleingang von Vorne führt. Durch die veränderbaren akustischen Widerstände an den Seiteneingängen, konnte Bauer verschiedene Richtcharakteristiken wie die Niere, die Superniere oder die Hyper-Niere mit nur einer Kapsel abbilden. So wurde das erste wirkliche unidirektionale dynamische Mikrofon Wirklichkeit – Unidyne.

Wie es mit dem Unidyne weiter geht, erfahrt Ihr im 2. Teil der Unidyne Story.

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3 Kommentare zu “Die Shure Unidyne Story – Teil 1

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