Backstage beim Montreux Jazz Festival 2011 – Teil 3

Natalie Cole´s UR2 KSM9 Handsender

10.7.: Regen und Hagel am Morgen, Nachmittag aber wieder sonnig und warm. Heute spielen Arcade Fire in Stravinski, sowie Mario Biondi und Natalie Cole in der Miles Davis Halle. Muss leider zugeben dass mir die Band Arcade Fire (kanadische Indie-Rockband) nichts sagte. Habe die Band dann mal gegoogelt und auf Youtube Videos angesehen. Also zumindest in Amerika scheinen sie wirklich sehr erfolgreich. Ihr Album „The Suburbs“ gewann dieses Jahr den Grammy für das beste Album. Habe mir den Soundcheck und ein paar Songs des Konzerts am Abend angesehen. Die Show war sicherlich nicht schlecht. Die Musiker wechselten immer wieder untereinander die Instrumente. Auf der zusätzlich angebrachten LED Wall liefen Video´s, Animationen bzw. waren die Musiker im Closeup zu sehen. Die Musik selbst hat mich nicht angemacht. Ich fand´s eher eintönig und langweilig. Sorry….

Habe noch die letzten paar Songs von Mario Biondi mitbekommen. Markante Stimme und groovige Songs. Danach Natalie Cole. Alle Achtung, was für ein Kleid. Seht euch einfach mal die Bilder auf www.montreuxjazz.com an. Dann muss ich das jetzt nicht beschreiben :-). Gleich als sie auf die Bühne kam habe ich mich gefragt ob das wohl das ganze Konzert lang gut gehen kann (Nippelalarm :-)). Nach ein paar Songs hat sie das dann auch eingesehen und das Outfit gewechselt.

11.7.: Schöner sonniger und sehr warmer Tag. Heute nur ein Konzert in Stravinki. Sting mit Orchester und seiner Symphonicity Show. Aufbau beginnt bereits um 10.00 früh. Gegen 14.00 Uhr ist bereits alles aufgebaut und man wartet auf den Soundcheck. Die Produktion kommt mit kompletter Backline. Aus Platzgründen auf der Bühne muss der reguläre Monitorplatz entfernt werden. Habe den besten Platz im Saal beim Konzert am Abend. Sitzplatz im FOH Bereich. Das Konzert besteht aus 2 Teilen. Gibt nicht viel zu sagen. Einfach nur genial!!! Sound, Musik, Songs, Licht,…. Die komplette Performance war einfach nur brillant. Ein rundum schöner Abend.

12.7.: Immer noch sonnig und warm. Schöner Tag. Heute ist Seal Hauptact in der Stravinski Halle. Ich wusste, dass Seal mit eigener Crew und Backline anreisen würde. Als ich um ca. 12.00 in der Halle ankam erwartete ich eigentlich, dass Seal´s Crew bereits mit dem Aufbau beschäftigt ist. Auf und hinter der Bühne war es allerdings noch ruhig. Keine Crew, keine Backline. Ok, dann war Zeit für Büroarbeit. Um ca. 14.00 Uhr bin ich dann nochmal in die Halle. Die Crew war jetzt zwar da, aber immer noch kein Setup auf der Bühne. Auf mein Nachfragen hieß es dann, dass der Truck mit dem Equipment unterwegs sei, jedoch der Fahrer nicht erreichbar ist. Ok, weiter warten. Gegen 16.00 war immer noch kein Truck da. Es wurde dann erst mal das Set für den Support Act (Asa) aufgebaut. Damit das dann wenigstens erledigt ist. In der Zwischenzeit konnte auch der Fahrer des Trucks erreicht werden. Er wurde bei der Einreise aus Frankreich vom Schweizer Zoll festgehalten. Sie fanden wohl irgendwelche illegalen Rauchwarenzusätze bzw. Betäubungsmittel :-). Daraufhin wurde der komplette Truck durchsucht. Und das kann dauern…….

Es war also klar dass die komplette Backline (Instrumente, Mikros, Monitor/FOH Pult, Amps, etc.) nicht rechtzeitig zur Show am Abend ankommen würde. Was also tun? Mischpulte waren sowieso vor Ort. An Mikros, Drahtlos-Systemen und InEars mangelt es auch nicht. Instrumente und Amps wurden von der für´s Festval arbeitenden Backline Firma gestellt. Das Bühnensetup wurde also komplett neu zusammengestellt. Glücklicherweise hatte ein Bandmitglied sein Laptop mit den Sequenzen und Sounds dabei. Seal selbst bekam von uns einen UR2/KSM9 Handsender und ein PSM 1000 InEar System. Seine Band noch diverse weitere Mikros und InEars. Die Show am Abend konnte dann mit minimaler Verspätung stattfinden. Es war sicherlich nicht das beste Konzert, aber in Anbetracht der Umstände akzeptabel. Seal hatte während des Konzertes auch darauf hingewiesen dass es Probleme beim Aufbau gab und dass alles was auf der Bühne zu sehen ist nicht sein Equipment ist. Evtl. hätte er sich dann auch mal bei der Crew des Festivals und den Backlinern bedanken können, die sich für ihn den A…. aufgerissen haben. Aber vielleicht hat er das ja dann nach der Show getan.

Heute sind auch einige meiner Kollegen von Shure UK angekommen. Manche mit etwas Verspätung. Die Airline hatte anscheinend nicht genügend Flugzeuge :-o.

Montreux Jazz TV Broadcast Team

13.7.: Regen, Regen, Regen…… Non stop den ganzen Tag. Der erste richtig komplett verregnete Festivaltag. Heute großes Programm in Stravinski. Die Proben beginnen bereits um 11.00. Quincy Jones präsentiert: A Night of Gumbo. Diverse Musiker und Bands, deren Namen mir absolut nichts sagen. Sorry. Ich zähle sie deshalb erst gar nicht erst auf. Wen es interessiert, ihr findet Info auf der MontreuxJazz.com Seite.

Vorher auf der gleichen Bühne: A Tribute to Miles Davis (mit Herbie Hancock, Wayne Shorter, Marcus Miller). Jazz ist zurück auf dem Jazz Festival :-). Für Fans dieser Musik ein Highlight.

Hatte heute auch ein Interview mit einem Journalisten einer Musikfachzeitschrift aus UK. Es ging um Audio/PA und Frequenzkoordination sowie Hintergrundinformationen über Shure und die Zusammenarbeit mit dem Festival. Als auch um Produkte, Vorbereitung, Planung und Durchführung aus Shure Sicht.

Später traf ich noch auf eines der Video Teams des Festivals. Wegen des Regens mussten Sie ihre ganze Aktivität heute in das Convention Center verlegen. Sie transportieren einen Strandkorb durch das Festivalgelände und interviewen jeden der ihnen vor die Linse kommt :-). In der Miles Davis Halle spielt heute Lamb und Mogwai. Übrigens: Die WLAN Verbindung hier in meinem Büro ist miserabel. In Zukunft nur noch LAN, ohne „W“ :-). Mit der Musik von Lamb kann ich nichts anfangen. Bei Mogwai ist es genauso. Es war zum Schluss dermaßen laut, selbst für meine Ohren. Musikalisch nicht mein Tag. Morgen wird´s besser. Paul Simon! Nach 2002 und 2008 zum dritten Mal hier in Montreux.

Ein Kommentar zu “Backstage beim Montreux Jazz Festival 2011 – Teil 3

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