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Archiv für Juli 2011

Testbericht SE425 Ohrhörer

Vergangenen Herbst verglich das Online Portal cnet die 5 besten Ohrhörer, darunter war auch der Shure SE425 Sound Isolating Ohrhörer. Bereits damals war das Urteil “sehr gut” und vor allem der Klang, das robuste Design sowie der umfangreiche Lieferumfang wurden gelobt.

Jetzt wurde der SE425 auf cnet in einem ausführlichen Test unter die Lupe genommen. Auch dieses mal wurde der Zwei-Wege Ohrhörer mit einem “Sehr gut” bewertet. Im Fazit lautet es dann:

Der Shure SE425 klingt hervorragend und wird jeden Anwender schier überwältigen, der bisher nur Budget- oder die mit Audio-Playern und Smartphones mitgelieferten Ohrhörer-Modelle kannte. Das abnehmbare Kabel garantiert zudem, dass man lange Freude am SE425 hat. Dennoch gibt es ein paar kleine Details, an denen sich audiophile Nutzer stören werden – denen empfehlen wir den praktisch makellosen Shure SE535.”

Der gesamte Test des SE425 kann auf cnet gelesen werden.

PSM 900 vs. PSM 1000 – ein Vergleich

Anfang diesen Jahres bereits vorgestellt, ist das neue Shure High-End PSM 1000 In-Ear Personal Monitoring System in den nächsten Wochen verfügbar. Neben der extrem zuverlässigen HF-Performance und den hervorragenden Klangeigenschaften – nicht zuletzt durch den Diversity Taschen-Empfänger – bietet das netzwerkfähige System eine Vielzahl neuer und innovativer Features.

PSM 1000 ist im Grunde genommen der große Bruder des im vergangenen Jahr eingeführten und äußerst erfolgreichen PSM 900 In-Ear Personal Monitoring Systems. Es liegt also nahe die beiden Systeme miteinander zu vergleichen und die Unterschiede auf zu zeigen. Zum einen haben wir dafür ein Webspecial erstellt, zum anderen ein Video. Sollten trotzdem Fragen offen bleiben, beantworten wir diese natürlich gerne :-) .

Backstage beim Montreux Jazz Festival 2011 – Teil 4

19. Juli 2011 1 Kommentar

14.7.: Sonnig, aber nicht mehr ganz so warm. Angenehm! Am Nachmittag sind Proben im Petit Palais für die große HipHop Night morgen in Stravinski. Deshalb Aufbau diverser Funksysteme und PA.

Heute wie gesagt Paul Simon in Stravinski. In Miles Davis eine interessante Mischung aus HipHop mit Doom with Robert Glasper Experiment und Aftro Beat/Jazz mit Femi Kuti. Paul Simon ist heute alleiniger Hauptact in Stravinski und reist mit eigenem Backline und Crew. Aufbau des Setups ist bereits um ca. 14.00 Uhr fertig. Soundcheck zwischen 15.00 – 17.00 Uhr. Es bleibt also Zeit etwas mit Paul Simons Gitarren Tech. und dessen Monitor Eng. zu reden. Den Gitarren Techniker kenne ich bereits seit einigen Jahren. Immer wieder schön wenn man sich hier in Montreux trifft. Mit dem Monitor Eng. habe ich ausführlich über PSM 1000 gesprochen.

Anschließend wollten wir uns an der Uferpromenade etwas zu Essen besorgen, als plötzlich Polizei und Feuerwehr anrückte. Einer der Verkaufsstände stand in Flammen (die Waffelbude direkt neben dem Jazz Cafe Ein-/Ausgang). Schwarzer rauch zog über die Gasse und den See. Smoke on the Water Part 2. Beim Wechseln einer Gasflasche hat sich anscheinend, wegen eines defekten Ventils, eine Verpuffung ereignet. Soweit ich erfahren konnte wurde glücklicherweise nur eine Person leicht verletzt.

Im Petit Palais fanden am Nachmittag die Proben für den morgigen Hip-Hop Abend in Stravinski statt. Dort wurden deshalb diverse Drahtlos-Systeme und eine PA aufgebaut. Habe mir am Abend die Show von Paul Simon angesehen. Hat mir leider weniger gut gefallen als ich mir das erhofft hatte. Für meinen Geschmack zu viele unbekannte und ruhige Titel. Hauptsächlich aus seinem aktuellen Album nehme ich an. Die Halle war zur Hälfte bestuhlt. Im hinteren Teil drängten sie dich Zuschauer. Richtige Stimmung kam eigentlich erst im Zugaben Teil auf. Die Soundcrew von Stravinski traf sich anschließend noch in der Seafood Bar. Dort trafen dann auch nach und nach noch diverse Mitarbeiter der Festivalleitung ein. Ein gemütlicher Abschluss des Tages.

15.7.: Wieder sonnig und warm. Heute ist großer Hip-Hop Abend in Stravinski. History of Hip-Hop – Tommy Boy 30th Anniversary Concert. Get in der Crew bereits um 9.00! Aufbau diverser Turntables. Außer einem Drumkit und einem Saxophon waren soweit ersichtlich keine weiteren Instrumente auf der Bühne. Musik aus der Dose bzw. PC :-) . Der Gesang (wenn man es denn so bezeichnen möchte) war dann „echt“.

Es waren bis zu 18 Handsender für die Performance von z.B. Coolio, Afrika Bambaataa, Digital Underground, House of Pain, Naughty by Nature und Price Paul im Einsatz. Den ganzen Tag Proben des Programmablaufes. Schwerstarbeit für den Monitor- und FOH Eng. und die gesamte Audio Crew. Ab 20.00 dann die Show. Um Mitternacht kam dann noch Claude Nobs zum Jammen mit seiner Mundharmonika mit auf die Bühne. Alle hatten sichtlich Spaß. In Miles Davis spielt Liza Minelli. Einziger Act heute Abend.

16. 7.: Endspurt. Letzter Festival Tag. Leicht bewölkt aber angenehm warm. In Miles Davis gibt es heute Basslastiges. Larry Graham & Central Station und Bootsy Collins. Verzerrte und effektbeladene Bass Sounds, Tiefbass ohne Ende. Die Halle vibriert und es scheppert an allen Ecken und Enden :-) . Too much.

Dann doch lieber Deep Purple! Wie schon mehrfach in den vergangenen Jahren beenden DP das Jazz Festival. Dieses Mal allerdings mit dem Orchester Neue Philharmonie Frankfurt. Anders als bei Sting´s „Symphonicity“, bei dem die Songs komplett auf Orchester um arrangiert wurden, spielt DP die Songs wie gewohnt. DP Rock Show und sozusagen „obendrauf“ dann noch das Orchester. Geil! Gibt nichts Weiteres dazu zu sagen. Ein krönender Abschluss des MJF.

Um 23.00 Abschlussfeuerwerk über dem Genfer See. Anschließend auf Abschiedstour durch das Gelände, diverse ausgeliehene Ware zurücknehmen. Auf dem Rückweg am frühen Morgen zum Hotel leider Zeuge einer unschöne Begleiterscheinung von Großveranstaltungen. Betrunkene Chaoten kontra Polizei/Security. Laut Polizeibericht: 300 Randalierer werfen Flaschen, etc. Ein ernsthaft verletzter Security Mitarbeiter. Über 20 Festnahmen.

17.7.: Heute Rücknahme und Kontrolle unseres Equipments. Insgesamt 12 Racks/Cases und 4 Paletten. Fertig machen zur Abholung morgen. Überall wird abgebaut. PA und Licht ist nahezu schon komplett weg. Die Crew hat die ganze Nacht durchgearbeitet. Viele gehen gleich weiter zum nächsten Festival (Paleó). Gegen 20.00 Uhr zurück im Hotel. Genieße den letzten Sonnenuntergang auf der Terrasse.

18.7.: Auschecken und Büroausräumen. Um 11.00 kommt dann auch schon die Spedition und holt unsere Ware ab. Nachdem alles Verladen ist verabschiede ich mich noch von einigen Mitarbeitern des Organisations-/Produktions Teams. Gebe den Schlüssel meines Büros zurück. Letzte Handlung sozusagen :-) . Montreux Jazz Festival 2011 ist dann auch schon wieder Geschichte. Um 13.00 geht es auf die Heimreise. Schön war´s mal wieder. Habe einiges gesehen, gehört und erlebt. Zusammenarbeit mit einer tollen Crew! Über die ganzen Jahre sind einige mittlerweile auch meine guten Freunde geworden.

Hoffe ihr hattet beim Lesen meines Blogs genauso viel Spaß wie ich beim Schreiben :-) . Zum Abschluss bleibt mir nur noch eins: Nach dem Festival ist vor dem Festival. Das 46. Montreux Jazz Festival findet vom 29. Juni bis zum 14. Juli 2012 statt.

„Jazzige Grüße“ Michael

P.S. Eine Menge Bilder, Videos, Interviews zum Festival gibt es auf der Webseite des Montreux Jazz Festivals.

Backstage beim Montreux Jazz Festival 2011 – Teil 3

14. Juli 2011 1 Kommentar

Natalie Cole´s UR2 KSM9 Handsender

10.7.: Regen und Hagel am Morgen, Nachmittag aber wieder sonnig und warm. Heute spielen Arcade Fire in Stravinski, sowie Mario Biondi und Natalie Cole in der Miles Davis Halle. Muss leider zugeben dass mir die Band Arcade Fire (kanadische Indie-Rockband) nichts sagte. Habe die Band dann mal gegoogelt und auf Youtube Videos angesehen. Also zumindest in Amerika scheinen sie wirklich sehr erfolgreich. Ihr Album „The Suburbs“ gewann dieses Jahr den Grammy für das beste Album. Habe mir den Soundcheck und ein paar Songs des Konzerts am Abend angesehen. Die Show war sicherlich nicht schlecht. Die Musiker wechselten immer wieder untereinander die Instrumente. Auf der zusätzlich angebrachten LED Wall liefen Video´s, Animationen bzw. waren die Musiker im Closeup zu sehen. Die Musik selbst hat mich nicht angemacht. Ich fand´s eher eintönig und langweilig. Sorry….

Habe noch die letzten paar Songs von Mario Biondi mitbekommen. Markante Stimme und groovige Songs. Danach Natalie Cole. Alle Achtung, was für ein Kleid. Seht euch einfach mal die Bilder auf www.montreuxjazz.com an. Dann muss ich das jetzt nicht beschreiben :-) . Gleich als sie auf die Bühne kam habe ich mich gefragt ob das wohl das ganze Konzert lang gut gehen kann (Nippelalarm :-) ). Nach ein paar Songs hat sie das dann auch eingesehen und das Outfit gewechselt.

11.7.: Schöner sonniger und sehr warmer Tag. Heute nur ein Konzert in Stravinki. Sting mit Orchester und seiner Symphonicity Show. Aufbau beginnt bereits um 10.00 früh. Gegen 14.00 Uhr ist bereits alles aufgebaut und man wartet auf den Soundcheck. Die Produktion kommt mit kompletter Backline. Aus Platzgründen auf der Bühne muss der reguläre Monitorplatz entfernt werden. Habe den besten Platz im Saal beim Konzert am Abend. Sitzplatz im FOH Bereich. Das Konzert besteht aus 2 Teilen. Gibt nicht viel zu sagen. Einfach nur genial!!! Sound, Musik, Songs, Licht,…. Die komplette Performance war einfach nur brillant. Ein rundum schöner Abend.

12.7.: Immer noch sonnig und warm. Schöner Tag. Heute ist Seal Hauptact in der Stravinski Halle. Ich wusste, dass Seal mit eigener Crew und Backline anreisen würde. Als ich um ca. 12.00 in der Halle ankam erwartete ich eigentlich, dass Seal´s Crew bereits mit dem Aufbau beschäftigt ist. Auf und hinter der Bühne war es allerdings noch ruhig. Keine Crew, keine Backline. Ok, dann war Zeit für Büroarbeit. Um ca. 14.00 Uhr bin ich dann nochmal in die Halle. Die Crew war jetzt zwar da, aber immer noch kein Setup auf der Bühne. Auf mein Nachfragen hieß es dann, dass der Truck mit dem Equipment unterwegs sei, jedoch der Fahrer nicht erreichbar ist. Ok, weiter warten. Gegen 16.00 war immer noch kein Truck da. Es wurde dann erst mal das Set für den Support Act (Asa) aufgebaut. Damit das dann wenigstens erledigt ist. In der Zwischenzeit konnte auch der Fahrer des Trucks erreicht werden. Er wurde bei der Einreise aus Frankreich vom Schweizer Zoll festgehalten. Sie fanden wohl irgendwelche illegalen Rauchwarenzusätze bzw. Betäubungsmittel :-) . Daraufhin wurde der komplette Truck durchsucht. Und das kann dauern…….

Es war also klar dass die komplette Backline (Instrumente, Mikros, Monitor/FOH Pult, Amps, etc.) nicht rechtzeitig zur Show am Abend ankommen würde. Was also tun? Mischpulte waren sowieso vor Ort. An Mikros, Drahtlos-Systemen und InEars mangelt es auch nicht. Instrumente und Amps wurden von der für´s Festval arbeitenden Backline Firma gestellt. Das Bühnensetup wurde also komplett neu zusammengestellt. Glücklicherweise hatte ein Bandmitglied sein Laptop mit den Sequenzen und Sounds dabei. Seal selbst bekam von uns einen UR2/KSM9 Handsender und ein PSM 1000 InEar System. Seine Band noch diverse weitere Mikros und InEars. Die Show am Abend konnte dann mit minimaler Verspätung stattfinden. Es war sicherlich nicht das beste Konzert, aber in Anbetracht der Umstände akzeptabel. Seal hatte während des Konzertes auch darauf hingewiesen dass es Probleme beim Aufbau gab und dass alles was auf der Bühne zu sehen ist nicht sein Equipment ist. Evtl. hätte er sich dann auch mal bei der Crew des Festivals und den Backlinern bedanken können, die sich für ihn den A…. aufgerissen haben. Aber vielleicht hat er das ja dann nach der Show getan.

Heute sind auch einige meiner Kollegen von Shure UK angekommen. Manche mit etwas Verspätung. Die Airline hatte anscheinend nicht genügend Flugzeuge :-o .

Montreux Jazz TV Broadcast Team

13.7.: Regen, Regen, Regen…… Non stop den ganzen Tag. Der erste richtig komplett verregnete Festivaltag. Heute großes Programm in Stravinski. Die Proben beginnen bereits um 11.00. Quincy Jones präsentiert: A Night of Gumbo. Diverse Musiker und Bands, deren Namen mir absolut nichts sagen. Sorry. Ich zähle sie deshalb erst gar nicht erst auf. Wen es interessiert, ihr findet Info auf der MontreuxJazz.com Seite.

Vorher auf der gleichen Bühne: A Tribute to Miles Davis (mit Herbie Hancock, Wayne Shorter, Marcus Miller). Jazz ist zurück auf dem Jazz Festival :-) . Für Fans dieser Musik ein Highlight.

Hatte heute auch ein Interview mit einem Journalisten einer Musikfachzeitschrift aus UK. Es ging um Audio/PA und Frequenzkoordination sowie Hintergrundinformationen über Shure und die Zusammenarbeit mit dem Festival. Als auch um Produkte, Vorbereitung, Planung und Durchführung aus Shure Sicht.

Später traf ich noch auf eines der Video Teams des Festivals. Wegen des Regens mussten Sie ihre ganze Aktivität heute in das Convention Center verlegen. Sie transportieren einen Strandkorb durch das Festivalgelände und interviewen jeden der ihnen vor die Linse kommt :-) . In der Miles Davis Halle spielt heute Lamb und Mogwai. Übrigens: Die WLAN Verbindung hier in meinem Büro ist miserabel. In Zukunft nur noch LAN, ohne “W” :-) . Mit der Musik von Lamb kann ich nichts anfangen. Bei Mogwai ist es genauso. Es war zum Schluss dermaßen laut, selbst für meine Ohren. Musikalisch nicht mein Tag. Morgen wird´s besser. Paul Simon! Nach 2002 und 2008 zum dritten Mal hier in Montreux.

Backstage beim Montreux Jazz Festival 2011 – Teil 2

11. Juli 2011 1 Kommentar

5.7.: Wettertechnisch nichts Neues. Sonnig und nicht zu heiß, und das ist auch gut so :-) . Heute ist Gala Night in Stravinski zum 75. Geburtstag von Tommy LiPuma. Es spielen unter anderem z.B. George Benson, Randy Crawford, Dr John, Lee Ritenour, Leon Russel, David Sanborn, Joe Sample, Diana Krall.

Während des Soundchecks ging natürlich die Fehlersuche von gestern weiter. Allerdings trat der Fehler natürlich dann nicht mehr auf. Lediglich kurz vor Ende des Soundchecks hat es wohl 2-3 mal kurz geknackt. Während der Show am Abend war aber wohl wieder alles OK. Strange. Vom Konzert habe ich nicht so viel gesehen.  Hatte heute auch wieder eine Backstage Tour mit Gästen/Kunden aus Deutschland.

Auf dem Rückweg zum Hotel (gegen 3 Uhr morgens) bin ich noch kurz in die Lobby der Miles Davis Halle. Einer der Techniker hatte mich darauf hingewiesen. Dort hatte Claude Nobs (Gründer und langjähriger Leiter des Festivals) zu einer Jam Session geladen. In einer fast wohnzimmerlichen Atmosphäre haben sich ca. 100 Zuhörer eingefunden. Darunter auch George Benson und Quincy Jones. Im Raum stand ein Piano. Dazu spielte Claude seine Harmonika. Also doch noch ein Heineken zum Abschluss, bevor ich dann gegen 3.30 endgültig den Weg zum Hotel fand.

6.7.: Wird schon zur Gewohnheit, sonnig! Treffe die Crew von Ricky Martin, der heute im Auditorium Stravinski spielt. Die Band reist mit komplett eigener Backline an. Einer der Techniker drückt mir eine Liste mit Frequenzen der RM Produktion in die Hand. Darauf standen 80 Kanäle (!!!) für Vocals, InEars und Instrumente. Ich konnte das erst nicht recht glauben. Bin dann mal auf die Bühne und habe mir das angesehen. Und tatsächlich, dort wurden reichlich Antennen von diversen Drahtlos-Systemen auf der Bühne installiert. – Sorry, muss hier mal unterbrechen.  Mein Büro ist direkt hinter der Media Bühne und ich werde gerade mit HipHop zugedröhnt. Das ist zu viel. Zwischen Bürotür und Bühnenrückseite ist gerade mal ein 1m breiter Gang.  - Weiter geht´s. Ich spreche mit RM´s HF Techniker. Er kalkuliert und programmiert alle Kanäle vor jeder Show neu. Entsprechend der lokalen Vorgaben und behördlichen Anforderungen. Von den Ursprünglich 80 angegebenen Frequenzen wurden dann, soweit ich mich nicht verzählt haben :-) 53 benutzt. Das waren z.B. 25 Kanäle für InEar, 16 Kanäle für die beiden Gitarristen (jede Gitarre hatte eine eigene Sendefrequenz), 10 Kanäle für Headsets und die Bläser und dann noch 2x für Ricky Martin´s Vocals.

Erste Band am Abend ist Ruben Blades. Für diese Band habe ich insgesamt 14 Kanäle PSM 1000 und noch einige Handfunken in Einsatz. Die Funken von Ricky Martin waren dann natürlich aus, da es ansonsten zu aufwendig geworden wäre ein funktionierendes Setup zu berechnen. Währende des Auftrittes von Ruben Blades stand ich einige Zeit beim Monitorplatz, um mir die Show anzusehen. Die gleiche Idee hatte auch Ricky Martin. Da die komplette Band aber mit InEar Monitor spielte, war der Sound an der Bühnenseite nicht sonderlich gut. Ricky bekam dann meinen Spare PSM 1000 InEar Empfänger zum Anhören der Show. Er hatte sichtlich Spaß daran.

Nach Ruben Blades dann der Auftritt von Ricky Martin. Tja, was soll ich dazu sagen. Eine von A-Z durchgestylte Show mit diversen Tänzern und Showeinlagen. Clickt mal auf www.rickymartinmusic.com und schaut euch das Anfangsvideo an. Bedingt durch die räumlichen Bedingungen der Stravinski Bühne nicht ganz so groß und aufwendig, aber so ungefähr in dieser Art. Zum Sound möchte ich nicht viel sagen. War halt einfach nicht gut. Egal, dem Publikum hat es gefallen, die Stimmung war sehr gut. Und die Show war unterhaltsam. Hatte nach dem Abbau dann nochmal Kontakt zu RM´s Crew. Alles war gut und Frequenzmäßig lief auch alles soweit OK.  Anschließend noch mit Kollegen in der Miles Davis Halle. Dort hat einer die Halle gerockt, dessen Namen ich vorher nicht kannte. Der Typ hieß Trombone Shorty und seine Band Orleans Avenue 7/6. Was für ein Gegensatz zu der Show von Ricky Martin. Sucht ihn mal auf Youtube.

7.7.: Sonnig, allerdings ziehen langsam Wolken auf.  Erster Soundcheck in der Stravinski Halle ist heute von Paolo Nutini.  Danach die Band von Chaka Khan. In der Miles Davis Halle spielt heute eine, wenn nicht die Schweizer Musiklegende Andreas Vollenweider & Friends. Ich muss gestehen dass ich mich nie wirklich für die Musik von ihm interessiert habe. Das einzige was ich wusste ist, dass er Harfe spielt. Lieder bzw. Arbeiten von ihm waren mir absolut nicht bekannt. Als mir am Abend das Konzert ansah, war das einer dieser aha Momente hier beim Festival. Ein richtig schönes Konzert. Einfach schöne Musik! Am liebsten hätte ich mich hingesetzt und das Konzert in voller Länge genossen. Andreas Vollenweider saß an seiner Harfe ganz rechts am Bühnenrand. Seine Band aus „Friends“ bestand unter anderem aus dem üblichen Standard, Bass, Gitarre, Schlagzeug, Keyboard. Zudem noch Cello, Flöte, Percussion. Saxophon, Gesang, etc. Als ich mir die Band so ansah dachte ich, die kenne ich doch. Als ich heute vom 15. Stock im Hotel den Aufzug nach unten nahm, hielt er bei 4 Stockwerken an. Jedes Mal stieg noch einer zu. Der Aufzug ist für max. 6 Personen ausgelegt, aber mit 5 Leuten wird’s auch schon etwas eng. Das waren dann Musiker/Friends von Andreas Vollenweider. Konzert hat mir sehr gut gefallen.

Die Show´s von Chaka Khan und Paolo Nutini habe ich jeweils auch nur für einige Songs gesehen. Vom Gesang war ich enttäuscht. Obwohl  die Band wirklich gegroovt hat. Die Halle war auch nur etwas mehr als zur Hälfte gefüllt. Das änderte sich bei Paolo Nutini. Alle die sich bei Chaka noch im Foyer bei einem Drink unterhalten haben, sind dann in die Halle. Solide Performance, ohne große Überraschungen würde ich sagen. Nach den Konzerten wollte ich heute eigentlich mal früher zurück ins Hotel. Als ich mich auf den Rückweg machen wollte hat es aber so stark geregnet, dass ich doch noch bleiben musste. Bin zu „meinem“ Thai Stand hier auf dem Festivalgelände. Habe dann noch ein Curry gegessen. So nach und nach kam dann auch noch die Soundcrew der Stravinski Halle vorbei. Die hatten alle auch noch Hunger. Und im Regen nach Hause laufen wollte auch keiner. Wir haben uns dann doch wieder bis früh morgens verquatscht. So what,…. Ist ja nur einmal im Jahr Montreux Jazz Festival :-) .

Stereogain auf der Parc Vernex Bühne

Stereogain auf der Parc Vernex Bühne

8.7.: Nach einer Regennacht ist es wieder sonnig. Stereogain, die Gewinner des Shure Proberaum Deluxe Wettbewerbes haben heute ihren Auftritt auf der Open Air Bühne im Park Vernex. Vorher führe ich die Jungs noch bei einer Backstage Tour durch das Festivalgelände. Ab 19.00 Uhr genießt die Band dann sichtlich die Möglichkeit auf einer Bühne in Montreux stehen zu können.

Heute ist Reggae Abend im Auditorium Stravinski. Wie üblich bei Reggaekonzerten „liegt was in der Luft“, sobald man in die Nähe der Halle bzw. Bühne kommt. Den Anfang macht Alpha Blondy, danach Ziggy Marley. Am Schluss noch Youssou Ndour. Ich konnte mich nie wirklich für Reggae begeistern. Nach 2-3 Liedern ist meine Reggaedosis normalerweise erreicht.  Aber die Performance von Ziggy´s Band war einfach klasse. Der Sound in der Halle war fett und druckvoll. Ordentliche Lautstärke (für viele war´s wohl zu laut, aber ich fand´s OK), trockene satte Bässe. Trotzdem transparent und durchsichtig. Was für ein Drummer, was für ein Groove. Die Stimmung in der Halle war entsprechend. Ich habe mir nahezu die ganze Show angesehen. Geil! Highlight! Einziger Negativpunkt war, die Band hat ohne Zugabe die Bühne verlassen, nicht schön.

Es wurde noch eine lange Nacht. Die wir mit Kollegen in der Miles Davis Lounge und bei einer Jam Session ausklingen lassen. Auf dem Heimweg überkam uns noch der Hunger. Ein Döner sollte das Problem beheben.

9.7.: Sonnig mit vereinzelten Wolken. Brasil Day! Wie jedes Jahr ist ein Tag der brasilianischen Musik gewidmet.  Es gibt ein Tropical Boat mit Live Bands. Auf der Open Air Bühne und im Auditorium Stravinski spielen Bands aus Brasilien. Mir sind die Namen weitestgehend unbekannt. In Stravinski spielen Maria Gadú, Ana Carolina und Maria Rite. Im Gegensatz zu dem sonst üblichen Sambafeuerwerk mit diversen Trommel/Percussion Schlachten wie sie in früheren Jahren in Stravinski waren, sind diese Konzerte eher in Richtung Pop.  In der Miles Davis Halle spielen heute diverse frühere Gewinner des Piano Wettbewerbes. Sehr Jazzig. Eine Band bestand z. B. aus 3 Pianisten. Eine andere aus einem Pianisten und Trilok Gurtu (Percussion, Tablas, etc.)-

Heute ist auch das Semi-Finale der Voice Competition, bei der Shure seit Jahren als Sponsor fungiert. Der Saal im Montreux Palace, in dem die Competition stattfindet, ist brechend voll. Die Menschen strömen nur so auf das Festivalgelände. An der Uferpromenade und den diversen Wegen ist kein durchkommen mehr. Partystimmung bis zum Sonnenaufgang. Da liege ich allerdings bereits im Bett :-) .

Auf der Facebook Seite des Montreux Jazz Festivals gibt es auch diverse Videos und Infos rund ums Festival! Die Kamerateams haben wir übrigens auch mit Shure Mikros ausgestattet.

Backstage beim Montreux Jazz Festival 2011 – Teil 1

5. Juli 2011 1 Kommentar

Michael WolfMichael Wolf ist der Shure Mann beim Montreux Jazz Festival. Er leistet einen 24h Service und Hilfestellung bei Mikrofonen, Funk- und In-Ear Systemen. Seinen exklusiven Einblick auf und hinter die Kulissen wird er hier im Shure Blog während des Festivals mit euch teilen:

29.6.

Es ist wieder mal soweit. Das Montreux Jazz Festival findet dieses Jahr vom 1.-16. Juli statt. Und Shure ist auch dieses Jahr wieder technischer Partner und liefert Mikrofone und Funksysteme für die diversen Bühnen. Und auch ich mache mich wieder auf den Weg nach Montreux. Ankunft in Montreux am späten Nachmittag. Wetter ist nicht sehr vielversprechend. Sehr wolkig und ab 17.00 Uhr heftiger Regen bis in die Nacht.

Nach dem Einchecken mache ich mich auf den Weg zum Festivalgelände. Wie uns bereits im Vorfeld von den Organisatoren des Festivals mitgeteilt wurde, wird es einige Änderungen bezüglich der Büroaufteilung geben. Auch das Shure Office ist nach über 10 Jahren an einem anderen Platz. Es befindet sich jetzt tatsächlich Backstage. Nämlich direkt hinter der Media Stage im Hauptfoyer.  Gott sei Dank finden auf dieser Bühne nur von 18.00 bis 20.00 Uhr Events statt. Sollte sich mit der „Lärmbelästigung“ also in Grenzen halten. Das neue Office ist mit portablen Trennwänden provisorisch für das Festival aufgebaut. Schön ist, dass es doppelt so groß als das alte Office ist. Allerdings habe ich noch kein Licht und auch keinen Kühlschrank. Abschließen kann ich das Büro auch noch nicht. Muss das Einräumen und Einrichten also auf morgen verschieben.

Auf der ersten Tour durch das Gelände treffe ich bereits einige gute alte Bekannte aus den letzten Jahren.  Viele der Crewmitglieder arbeiten schon über Jahre für das Festival. So ist es einfach für mich schnell wieder in eine gewisse Routine zu kommen. Ich muss mich nicht lange vorstellen und jeder weiß was ich bzw. Shure beim Festival macht. Unsere Racks und Cases mit den Mikros und Funksystemen sind auch schon angekommen und werden bereits auf die den Bühnen verteilt. Insgesamt statten wir 12 Bühnen mit unseren Produkten aus. Die Cases und Racks werden in unserer Europaniederlassung in Eppingen vorbereitet und für die jeweiligen Bühnen konfektioniert. Vorort beim Festival müssen diese dann nur noch entsprechend verteilt werden. Planung und erste Gespräche bezüglich der Produkte, die wir auf dem Festival einsetzen werden, finden bereits im April statt. Auch die Frequenzkoordination der über 80 Funksysteme mache ich bereits im Vorfeld. Die Systeme werden dann auch bereits fertig programmiert ans Festival angeliefert.

30.6.

Morgens sehr wolkig und regnerisch. Am Nachmittag kommt die Sonne raus und es wird ein schöner sonniger Tag. Heute werde ich erst mal das Büro einrichten. Ich habe wie immer diverse extra Shure Produkte als „Spare“ dabei, weil erfahrungsgemäß immer wieder jemand noch weitere Mikros, Funksysteme oder noch ein InEar braucht. So auch heute. Auf der Media Stage direkt vor meinem Office bräuchten sie noch ein InEar System für den Reporter. Von dieser Bühne wird täglich ca. 1-2h live vom Festival berichtet. Ich treffe mich mit dem Broadcast Team des Festivals und statte sie mit unserem neuen portablen UR5 Empfänger, sowie einem Handsender und der neuen VP68 (Kugelcharakteristik) Mikrokapsel aus. Und dann geht das Team auch schon zum ersten Interview mit Jimmy Cliff.

Am Nachmittag wird bereits die Bühne im Auditorium Stravinski für Carlos Santana vorbereitet. Santana reist mit kompletter Crew und eigener Backline. Den Monitor Engineer kenne ich bereits und ich bin ihm bei der Frequenzkoordination behilflich. Am Abend dann bis Mitternacht Probe von Carlos Santana und John McLaughlin für die Show am nächsten Tag. Santana spielt mit 2 Drummern. Seit Jahren dabei, Dennis Chambers und jetzt auch mit Cindy Blackman (seit kurzem Frau Santana J)

1.7.

Schöner sonniger Tag. Etwas windig, aber angenehm. So könnte es 2 Wochen bleiben. Festival beginnt. Ich mache noch einige Änderungen am Frequenzsetup unserer Funksysteme. Trotz aller vorherigen Kalkulation bleibt es nicht aus vor Ort noch die Feinjustierung zu machen. Am späten Nachmittag spielt alles. Von mir aus kann es jetzt losgehen. Die Techniker haben meine Mobilnummer. Ich bin also ständig erreichbar.

Eine meiner Hauptaufgaben während des Festivals besteht darin, einen störungsfreien Betrieb unserer Funksysteme  zu gewährleisten. Ich bin behilflich bei der Frequenzkoordination für Bands, die mit eigener Backline anreisen. Während des Aufbaus/Soundchecks kontaktiere ich die Techniker der Bands und sammle sozusagen alle neuen Frequenzen des Tages. Etwaige Interferenzen können so in der Regel bereits am Nachmittag erkannt und behoben werden. So hat man für die Show am Abend dann normalerweise weniger Stress.

Auf den beiden Hauptbühnen Stravinski und Miles Davis spielen 2-3 Bands pro Abend. Jede Band baut bereits am Nachmittag auf und macht Soundcheck. Show-Beginn am Abend ist normalerweise ab 20.00 bzw. 20.30. Nach dem Soundcheck von Jimmy Cliff spreche ich mit dessen FOH Eng. Er fragt ob er evtl. den kompletten Satz Mikrofone für die Band mitnehmen könnte. Sie sind nämlich auf einer Festival Tour und hier in Montreux hat er zum ersten Mal alle Mikros die er sich wünscht. Er war sichtlich zufrieden mit dem Sound. Ich musste ihm leider sagen, dass diese Mikros unentbehrlich sind und hier beim Festival gebraucht werden.  Nach einem Zug an seiner jamaikanischen Rauchware hat er das dann auch eingesehen.

Am Abend sehe ich mir die Show von Carlos Santana und John McLaughlin vom Balkon aus an. Balkon ist komplett bestuhlt und man hat eine super Sicht auf die Bühne. Als das Konzert beginnt ist noch die komplette rechte Seite des Balkons leer. Es füllt sich erst langsam so nach ca. 1h. Diese Plätze werden oft an Sponsoren und Firmen verkauft. Und wenn das Abendessen länger dauert, dann kommt man halt zu spät oder gar nicht. Tickets für diese Sitzplätze hier oben auf dem Balkon kosten für die Show heute übrigens bis zu 240 Franken, also umgerechnet knapp 200 €!

2.7.

Sonnig. Auf meinem kurzen Weg vom Hotel zum Festival bin ich auf dem Gehweg Carlos Santana und seiner Frau über den Weg gelaufen. Sie waren auf  einem Bummel durch Montreux J. Auf der Stravinski Bühne hatten wir gestern auch zwei der neuen VP89M Shotgun Mikros für die Aufnahme des Zuschauerambientes im Einsatz. Der Sound Eng. aus dem Recording Truck und der zuständige Sound Coordinator des Festivals waren äußerst angetan vom Sound. Leider habe ich nur ein Paar dieser neuen Shotguns hier und kann deshalb die anderen Bühnen leider nicht ausstatten.

Heute Abend spielt Santana auf der Hauptbühne. Im Vorprogramm Derek Trucks & Susan Tedeschi. Santana wie üblich mit 2x Percussionisten und diesmal wieder mit nur einem Drummer, Dennis Chambers. Santana war eines meiner ersten großen Konzerte die ich Anfang der 80er gesehen habe. Und ich habe die Band seither einige Male gesehen bzw. gehört. Die Show heute Abend war aber definitiv eine der besseren. Würde sogar sagen die beste Show die ich von ihm bis jetzt gesehen habe. 3 Stunden „The Hits“ aus über 40 Jahren Bandgeschichte. Zudem einige Nummern aus dem aktuellen Album Guitar Heaven – The greatest guitar classics of all time. Sehr geil. Erstes Highlight dieses Jahr für mich.

3.7.

Sonntag = Sonnig! Heute BB King auf der Hauptbühne. Für den Aufbau ist den ganzen Nachmittag Zeit. Für Mr. King´s Performance haben sich noch diverse Gastmusiker angesagt. Wie z. B. Carlos Santana, John McLauglin, Susan Tedeschi, Derek Truck, Shemekia Copeland, etc….. Plus natürlich die unerwarteten Gäste, die so eine Performance beim Festival so einzigartig machen.  Gegen 22 Uhr war  der reguläre Teil des BB King Programms zu Ende.  Danach war bis Mitternacht noch eine Jam Session, bei der auch Randy Crawford mit auf die Bühne kam und unter anderem auch John Lennon´s Imagine sang. Abschluss des Abends im Jazz Cafe, wo sich auch Derek Trucks und Susan Tedeschi mit Band ein Feierabend Bier gönnten J.

4.7.

Sonnig.  Heute jeweils 3 Bands in Stravinski (Lee Ritenour; Robert Randolph und George Benson mit Orchester) und Miles Davis (The Pretty Reckless, Melissa auf der Maur und die Guano Apes). Aufbau und Soundcheck am Nachmittag sind entsprechend tight. Über 90 Audiokanäle für George Benson und Orchester müssen gepatched werden, plus die beiden anderen Acts. Diverse weitere Funksysteme kommen bei den 6 Acts zum Einsatz. Bin den ganzen Nachmittag mit Frequenzen einsammeln und koordinieren beschäftigt.

Ab 17.00 die erste Backstage Tour mit Gästen aus Deutschland. Die letzte Band, die Soundcheck in Miles Davis machen sollte, kommt über 1h zu spät. Ein Crewmitglied wurde auf einer Autobahnraststätte „vergessen“, weil er sich nicht beim Fahrer abgemeldet hatte. Sie mussten dann nochmal umkehren und ihn einsammeln J.

Beide Konzertbühnen sind heute leider nicht ausverkauft. Als die Guano Apes um 23.30 anfangen ist die Miles Davis Halle nur noch halbvoll. Der Stimmung tut das keinen Abbruch. Um 1.30 ist die letzte Show auf der Hauptbühne vorbei.

Während der Show von George Benson gab es sporadisch ein Knacken auf den Monitor Kanälen. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, wurden deshalb nochmals alle Mikrofone und Kanäle die bei George Benson und Orchester im Einsatz waren aufgebaut. Was bekannt war ist, dass das Problem nur im Monitorweg war. FOH und Recording Tracks sind ok. Das Knacken trat dann tatsächlich wieder auf. Allerdings ließ sich die Quelle nicht eindeutig orten, noch der Fehler durch irgendwelche Eingriffe reproduzieren. Es war einfach ein einzelnes Knacken das sporadisch alle 5-10 Minuten kurz auf den Monitorausgängen zu hören war. Um 4.30 wurde die Fehlersuche dann abgebrochen. Wir sehen morgen weiter.

Hier solange ein Video mit Eindrücken und Stimmen von Künstlern und Besuchern:

MJF News, Week-end July 2nd & 3rd 2011 from montreuxjazzfestival on Vimeo.

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